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Liebe Schweizer ...

Udo Ulfkotte

Löchrig wie ein Schweizer Käse – so ist inzwischen das Wertesystem der Eidgenossen. Die Schweizer nehmen es hin, dass ihre obersten Repräsentanten von Muslimen als Schweine und Nazis dargestellt werden. Sie nehmen es hin, dass ihre Bürger in einem islamischen Land als Gefangene festgehalten werden. Und sie nehmen es hin, dass ihre Werte mit Füßen getreten werden. Nun werden die Schweizer möglicherweise auch noch den flächendeckenden Bau von Siegessäulen gestatten. Doch noch gibt es einige Aufrechte, die das Schweizer Wertesystem verteidigen wollen.

Liebe Schweizer, gestatten Sie mir, kein Frosch zu sein. Wer die Welt aus der Perspektive eines Frosches betrachtet, der nimmt ganz bestimmt vieles in seiner unmittelbaren Umgebung deutlicher wahr als andere. Die Froschperspektive von vielen Politikern und Journalisten ist allerdings eine Schwäche, wenn es darum geht, übergeordnete Zusammenhänge zu erkennen.

Die Schweizer Weltwoche hat in diesen Tagen eine Titelgeschichte »Armee ohne Feind« veröffentlicht. Der Titel spricht deutliche Worte. Interessanterweise steht ganz oben auf dem Heft eine weitere Schlagzeile: »Muslime: Neue Fakten zur Eroberung Europas«. In der gleichen Ausgabe sondiert man auf der einen Seite, gegen welche Bedrohung man künftig zusammenstehen kann. Die Bedrohung vor der eigenen Haustüre aber scheint wie ein Phantomschmerz, den man verdrängt. Roger Köppel, Chefredakteur der Weltwoche, findet deutliche Worte und berichtet über Schweizer Eliten, die sich weigern, gegen eine Gefahr anzutreten: den Islam. 

 

Wer diese Gefahr nicht nur vom Hörensagen kennenlernen will, der muss sich nur auf die Internetseite des Gaddafi-Sohnes Hannibal begeben (siehe Screenshot). Dort werden Schweizer Politiker als Schweine und Nazis abgebildet. Und zwar im Namen des Islam (Bismillahi Rahmani rahim – Im Namen Allahs des Barmherzigen ...). Es findet sich ein deutlicher Aufruf zum Boykott Schweizer Produkte. Und Ihr Land, liebe Schweizer, wird auf übelste Weise verunglimpft. Parallel dazu passiert allerdings in der Schweiz etwas Merkwürdiges: Schweizer Muslime stehen nicht etwa geschlossen hinter den bedrängten Schweizern. Es gibt keine Lichterketten für Ihre verunglimpften Politiker, keine geschlossenen Verurteilungen der üblen Boykott-Aufrufe durch die Schweizer Islamverbände, keine Unterstützung für das Land, das sie aufgenommen hat. Jene Menschen, die bei der angeblichen »Beleidigung« der Islam-Ideologie durch die Mohammed-Karikaturen sofort aufgesprungen sind und wütend protestiert haben, die schauen heute ganz fest weg, wenn die Schweiz im Namen des Islam zutiefst beleidigt wird. Sie reden den Schweizern sogar noch ein, sie würden in der

Schweiz unterdrückt, weil sie nicht überall Minarette errichten dürfen. Betrachten wir auch das doch einmal nicht aus der Froschperspektive. 

Niemals zuvor haben so viele Menschen über so viele Themen diskutiert, ohne fundierte Kenntnisse zu haben. Das spürt man in diesen Tagen wieder einmal besonders deutlich bei der Minarett-Debatte. Zu Lebzeiten des 632 nach Christus verstorbenen Mohammed hat es nirgendwo in der heute islamischen Welt auch nur ein Minarett gegeben. Islam-Gründer Mohammed hat in seinem ganzen Leben nicht ein Minarett gesehen. Das Wort »Minarett« bedeutet übersetzt »Leuchtturm«. Und in den ersten Jahrhunderten des Islam (nach Mohammeds Tod) wurden in neu dem Islam unterworfenen Gebieten Leuchttürme errichtet, von denen aus man eroberte Gebiete bewachte. Sie dienten zugleich mit ihrem nächtlichem Feuerschein auch den Karawanen als Signaltürme. Später haben die Wächter von diesen Türmen, auf denen nachts Fackeln brannten, dann im Morgengrauen auch die Menschen mit Rufen geweckt. Das Minarett hat also nichts mit der ursprünglichen Islam-Religion, sondern vielmehr mit der Eroberung neuer Gebiete zu tun. Für gläubige, friedfertige Muslime verkörpert ein neu errichtetes Minarett heute die Stein gewordene Überzeugung, dass man in einem dem Islam unterworfenen Gebiet lebt – auch wenn ein Teil der Bewohner das noch nicht mitbekommen haben mag. Minarette sind nüchtern betrachtet nichts anderes als Siegessäulen des Islam.

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan, ein immerhin wegen islamistischer Volksverhetzung verurteilter Straftäter, hat die Bedeutung von Minaretten für die Eroberung Europas ganz offen ausgesprochen und gesagt: »Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.« Es gibt viele Menschen, die das nicht hören wollen. Schließlich leben wir ja in einer »multikulturellen« Welt, in der alle aufeinander zugehen müssen.

Merkwürdigerweise ist die Verständigung zwischen den religiösen Gruppen immer rein einseitig. Man kann das sehr gut an jenen Schweizer Politikern, Medien- und Kirchenvertretern belegen, die derzeit vehement für den Bau von Minaretten in ihrer Heimat eintreten. Sie behaupten, damit religiöse Minderheiten schützen zu wollen, während sie selbst zugleich zutiefst in der islamischen Welt beleidigt werden. Das christliche Hinhalten der anderen Wange ist auf den ersten Blick ein sicherlich lobenswertes Ziel. Und deshalb erheben sie lautstark ihre Stimmen.

 

 

Leider erhebt nicht einer der Schweizer Politiker seine Stimme, wenn die religiöse Minderheit nicht islamischen, sondern christlichen Glaubens ist. Jene Politiker, die bei Ihnen in der Schweiz in diesen Tagen für den Bau von Minaretten eintreten und Muslime unterstützen, die schauen einfach weg, wenn ägyptische Christen (Kopten) in diesen Tagen mit Steinen beworfen werden, weil sie ihren Kirchturm renovieren wollen. Den Streit um den Kirchturm in dem angeblich so "liberalen" muslimischen Land Ägypten werden Sie bislang vergeblich in Schweizer Medien suchen. Intoleranz gegenüber Christen wollen Sie in der Schweiz mit Toleranz belohnen? Dabei ist die Unterdrückung von Christen in den Heimatländern der Muslime Alltag, ein weiteres schlimmes Beispiel: So haben am 1. Januar 2008 die Malediven alle Staatsbürger nicht-muslimischen Glaubens per Verfassungsänderung über Nacht zu Staatenlosen gemacht und aus dem Land vertrieben. Betroffen waren immerhin auch 783 Christen. Weder das Schweizer Außenministerium, noch Schweizer Kirchenvertreter oder Journalisten haben sich jemals für sie eingesetzt. Es waren doch »nur« Christen.

Wie reagieren Schweizer Journalisten auf solche Fakten? Schauen wir uns nur die Wiler Nachrichten an. Dort hat Charly Pichler am 29. Oktober auf meine Ausführungen (wie die oben genannten) Folgendes geschrieben: "Genug - ich will das alles nicht glauben!" Links sehen Sie im Bild seine an mich gerichtete Rubrik. Was halten Sie von solchen Journalisten, die fest die Augen schließen und sich weigern, der Realität in die Augen blicken zu wollen? Fragen Sie ihn doch einmal, warum er an die Realität "nicht glauben" will, seine Mailadresse lautet: pic(AT)zehnder.ch  Charly Pichler meint es bestimmt gut. Aber hat er je zur Kenntnis genommen, wie mitten in Europa von Muslimen in diesen Tagen christliche Priester bespuckt, verfolgt und vertrieben werden? Ich mache diesem Schweizer keinen Vorwurf. Er ist nur ein typisches Beispiel in seinem Berufsstand für das, was passiert, wenn man  sich zu Themen äußert, ohne Fachkenntnisse zu haben. Man kann dann - wie er - irgendwann nur noch schreiben "Genug - ich will das alles nicht glauben!" Charly Pichler verhält sich wie ein Kettenraucher, den ein Arzt über die auf dem Röntgenbild deutlich sichtbaren Metastasen in seiner Lunge aufklärt und ihn energisch dazu auffordert, das Rauchen endlich einzustellen. Es gibt eben auch Raucher, die in solchen Situationen sagen: "Genug - ich will das alles nicht glauben!" Lieber Charly Pichler - Sie nennen mich einfach so einen "Hassprediger". Es gibt allerdings auch noch Kritiker mit Anstand und Umgangsformen in Ihrem Land. Der Schweizer Journalist Beat Stauffer etwa bezeichnete mich 2007 in einer kritischen Reportage als den »härtesten Islamismuskritiker Deutschlands«. Gleichzeitig schrieb Stauffer: »… auch erklärte Gegner anerkennen, dass sich Ulfkotte auf der Ebene der Fakten nicht so leicht widerlegen lässt«. Bleiben wir also bei den Fakten.

Warum nehmen also Schweizer es inzwischen hin, wenn in Gemeinden wie Liesthal, wo muslimische Grabfelder errichtet wurden, zunächst einmal die durch »Christen verunreinigte Erde« abgetragen und durch »unbelastete« ersetzt werden sollte? Und wenn in diesen Tagen systematisch christliche Friedhöfe (auch die Gräber von Europäern) in Algerien geschändet und die Grabkreuze durch Muslime zerschlagen werden, dann blickt man in den Reihen der Schweizer Politik ebenso politisch korrekt weg. Diese Haltung kann man beurteilen, wie man will: Sie ist allerdings Ausdruck eines Werteverfalls. Wer es als Schweizer Politiker bereitwillig hinnimmt, dass Einreisenden an vielen Grenzen muslimischer Staaten ihre Schweizer Offiziersmesser (jene mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund) weggenommen werden, weil das auf ihnen aufgedruckte abendländische Symbol ja den Islam »beleidigt«, der duldet und fördert den Werteverfall ebenso wie der einer sich »christlich« nennenden Partei angehörende deutsche ehemalige Verteidigungsminister Jung, der im Sommer 2009 an den in Afghanistan eingesetzten deutschen Rot-Kreuz-Fahrzeugen das Rot-Kreuz-Symbol überstreichen ließ, weil er Muslime nicht »provozieren« will. Was der große Schweizer Henry Dunant einst vor dem Hintergrund eines christlichen Wertegefüges geschaffen hat, wird heute bereitwillig mit Füßen getreten und als »beleidigend« akzeptiert.

Bei der Diskussion über das Thema Islam und Minarette ist die Großzügigkeit der Aufgabe tradierter Werte eben immer nur auf einer Seite vorhanden. Ein weiteres Beispiel: Die Bewohner der Bundesrepublik Deutschland sind gern auf muslimische Mitbürger zugegangen. Und sie haben in vielen Bundesländern an den staatlichen Schulen die Symbole der christlich-abendländischen Welt – Kreuze – abgenommen. Schließlich sollen ja alle Religionen künftig gleich behandelt werden. Berlin gehört zu den Bundesländern, in denen es keine Kreuze in den Schulen mehr geben darf. Stattdessen haben die Schüler an den staatlichen Schulen nun auf höchstrichterliche Weisung hin muslimische Gebetsräume bekommen. Die christlichen

Schüler Berlins müssen die Symbole ihres Glaubens abhängen und sich dafür mit islamischen Gebetsräumen anfreunden. Das alles kann nur in einer Gesellschaft geschehen, in der man die Werte seiner Eltern bereitwillig über Bord wirft. So hat man in Deutschland wie auch in der Schweiz ein Vakuum von Werten geschaffen, das nun gefüllt werden will. 

Und in der Minarett-Frage geht es letztlich um nichts anderes als um die Kernfrage, ob Schweizer Bürger ihre Werte noch weiter aufgeben und noch ein Stück mehr durch eine andere Werteordnung ersetzen möchten. Jedes neue Minarett ist eine Siegessäule dieser sich langsam aufbauenden neuen Werteordnung.

Vielleicht sollten die Schweizer einfach einmal einen neutralen Beobachter in das Büro von Mohammed Mahdi Akef nach Kairo schicken. Der Emissär müsste nicht einmal arabisch sprechen – nur blind sollte er nicht sein. Keine 300 Meter vom antiken Nilometer der alten Ägypter entfernt hängen im ersten Stockwerk Karten und Bilder im Büro des Herrn Mohammed Mahdi Akef. Die Bilder zeigen Schweizer Bergbauerndörfer. Und die Karten zeigen jene Gebiete, die aus der Sicht von Herrn Akef schon islamisiert sind und jene, die in wenigen Jahren islamisiert sein werden. Die Schweiz befindet sich danach in einem Übergangsstadium. Herr Akef ist oberster Führer von Al Ikhwan Muslimoun – der Muslimbruderschaft. Das ist jene Organisation, die auch die Schweiz mit allen Mitteln islamisieren soll. Herr Akef, der lange Jahre das Islamische Zentrum in München leitete und deutschsprachig ist, freut sich auf die Zukunft. Er wird Allah danken, wenn die Schweizer ihre christliche Vergangenheit abstreifen und erkennen, dass ihre Zukunft dem Islam gehört. Immerhin weiß er ja inzwischen führende Schweizer Politiker, Kirchenvertreter und Journalisten an seiner Seite. Nur die Schweizer Bevölkerung, die kann er noch nicht so richtig einschätzen. Die wacht vielleicht doch noch einmal vor der Abstimmung auf ...

Liebe Schweizer, Sie haben doch in Ihrem Land Gesetze, die angeblich für alle Bürger gelten – warum wagen es Ihre Staatsanwälte dann nicht, gegen Hannibal Gaddafi vorzugehen? Gilt Ihr Antidiskriminierungsgesetz etwa nur für Schweizer? Dürfen Menschen wie Hannibal Gaddafi Schweizer Politiker wirklich ungestraft als Schweine (siehe Bild) verunglimpfen? Haben Sie Ihre Werte schon so weit aufgegeben? Wollen Sie wirklich weiterhin auf Knien vor Menschen wie Hannibal Gaddafi herumrutschen? Und was werden Sie Ihren Kindern einmal sagen, wenn diese Sie fragen werden, warum Sie die Werte Ihrer Heimat so sehr mit Füßen getreten haben?

Der Schweizer Charly Pichler wird einer nachfolgenden Generation junger Schweizer im Alter wohl einmal sagen müssen, er habe auf die Entwicklung mit den Worten reagiert: "Genug - ich will das alles nicht glauben!" - Nun, der Schweizer Charly Pichler ist halt kein  Kreuz-Retter. Der Meinungsbildner betrachtet die Welt offenkundig lieber aus der Froschperspektive.

Warum ich Ihnen das alles schreibe? Sehen Sie - wir Deutschen haben vor dem Hintergrund unserer schrecklichen Geschichte versucht, den zugewanderten Muslimen möglichst jeden Wunsch zu erfüllen. Und was ist die Folge? Nehmen wir nur einmal unsere türkischen Mitbürger: Der türkische Botschafter in Berlin, Seine Exzellenz Ahmet Acet, sieht unsere deutschen Türken in diesen Tagen als zu nett und angepasst an. Diesen, aus seiner Sicht unhaltbaren Zustand, beabsichtigt er nun zu ändern. Er erwartet und fordert von seinen türkischen Landsleuten deshalb, dass sie künftig vermehrt den Klageweg gegen uns Deutsche einschlagen und das Demonstrationsrecht auf unseren Straßen in Anspruch nehmen sollen. Er empfiehlt den Türken mehr auf die Tränendrüse zu drücken. Unter anderem fordert er Gebetsräume in allen Schulen und türkischen Sprachunterricht. "Wehrt Euch gegen die Deutschen!" lautet seine Forderung.  Je mehr wir unseren Muslimen gegeben haben, umso mehr und lautstärker fordern sie immer noch mehr. Wollen auch Sie diese Erfahrungen in der Schweiz machen?

 


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Mittwoch, 28.10.2009

Kategorie: Allgemeines, Akte Islam, Politik

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