Malediven: Nicht-Muslimen kann die Staatsbürgerschaft entzogen werden
Sie haben schon einmal Urlaub auf den Malediven gemacht? Und Sie haben Gastfreundschaft und Toleranz im Inselparadies genossen? Die Realität ist mitunter eine andere, als das, was zahlenden Touristen gezeigt wird.
Am 29. September explodierte ein von Muslimen gelegter Sprengsatz, der 12 Touristen verletzte. Zwischen Palmen und Traumstränden war langsam und unbeobachtet eine fundamentalistische islamische Bewegung gewachsen, die so gar nicht ins Bild eines malerischen Urlaubsparadieses passte. Die Regierung der Malediven reagierte schnell. Kurz nach dem Anschlag wurde das Tragen von Schleiern verboten, etliche Verdächtige wurden festgenommen und einige Moscheen geschlossen. Das war das für die Touristen bestimmte Signal, welches man medienwirksam ins Ausland übermittelte.
In diesen Tagen zeigen die Malediven ihr anderes Gesicht: Die Verfassung wurde geändert. Von nun an kann niemand mehr Staatsbürger der Malediven werden, der nicht Muslim ist. Menschenrechtsanwälte auf den Malediven fürchten nun, dass christliche, buddhistische, atheistische oder hinduistische Staatsbürger der Malediven staatenlos werden (Quelle: Secular Maledives Blog).
Wappen der Malediven
Samstag, 01.12.2007
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