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Medienmärchen – Wie »Spiegel online« deutsche Polizisten fassungslos macht

Udo Ulfkotte

Viele Polizisten sind in diesen Tagen nicht sonderlich gut auf das ehemalige Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« zu sprechen. Denn dort berichten die Redakteure groß und umfangreich im Internet über einen angeblichen Übergriff von Polizisten auf einen Afrikaner in Heidelberg – gleichzeitig verschweigen sie aber beharrlich den ersten Giftgasangriff auf deutsche Polizisten in der Geschichte der Bundesrepublik, bei dem unlängst 47 Polizeibeamte im Einsatz verletzt wurden.

Torsten M. ist Polizeibeamter und Mitglied der Deutschen Polizeigewerkschaft. Er ist außer sich vor Wut. So ergeht es in diesen Tagen vielen Polizisten, wenn sie an den Spiegel denken. Nach einer Nachtschicht hat Torsten M. bei Spiegel online einen Bericht über einen angeblichen Übergriff seiner Kollegen auf einen Afrikaner in Heidelberg gelesen. Er findet es völlig richtig, dass solche Vorwürfe aufgeklärt werden. Wütend macht ihn jedoch zugleich die bislang ergebnislose Suche nach dem ersten Giftgasangriff auf deutsche Polizisten in Berlin – bei Spiegel online kann er ihn auch nach längerer Suche schlicht nicht finden. Dabei ist dieser Angriff nun bald einen Monat her. Torsten M. sagt: »Beim Spiegel hat man wohl ein vorgefertigtes Feindbild. Und wenn deutsche Polizisten mit Giftgas angegriffen werden, dann ist das den Spiegel-Redakteuren offenbar keine Zeile wert. Wir Polizisten haben wohl mehrheitlich die falsche Hautfarbe, oder was ist der Grund für das beharrliche Wegschauen beim Spiegel

Am 1. Mai 2009 hatten Linksextremisten in Berlin zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland dutzende Polizisten bei einer »Demonstration« mit Giftgas angegriffen. 47 Polizisten wurden an jenem Tag Opfer des Chemiegasangriffes in Berlin. Die Berliner Morgenpost berichtet etwa online im Internet unter der Überschrift »Polizisten erstmals mit Chemie-Bombe attackiert« über den Angriff vom 1. Mai 2009 in Berlin: »…(…) setzte innerhalb von wenigen Sekunden 47 Beamte außer Gefecht. Alle mussten ihren Dienst beenden.« Über die Giftgranate heißt es weiter: »Sie zündete zunächst wie eine dieser eher harmlosen Nebelgranaten, wie man sie vom Fußball kennt (…).« In der Umgebung der Polizeibeamten habe sich schnell »gelber, geruchloser Nebel« verbreitet. Und dann passierte es: »Wenige Sekunden später führte diese Substanz bei den Beamten augenscheinlich zu einem Orientierungsverlust (…) Einige konnten sich nur noch kriechend bewegen, andere mussten auf der Stelle erbrechen.« All das sucht man beim Spiegel bislang vergeblich.

Das Berliner Landeskriminalamt kannte weder das Gas noch die Gasgranate – das war den Berliner Fachleuten völlig neu. Und so gab es eine bundesweite »Erkenntnisanfrage« an andere Dienststellen. Schauen Sie zwischendurch ruhig einmal im Internet nach, da findet sich jetzt in einer renommierten Berliner Zeitung sogar ein Foto mit der Bildunterschrift »Nicht nur Brandsätze, sondern auch Granaten mit giftigem Gas flogen bei den diesjährigen Mai-Krawallen auf Polizisten«.

 

Vielleicht wird der Spiegel mit seiner politisch korrekten Berichterstattung ja auch im Verbund mit anderen, die gern auf einem Auge blind sind, erreichen können,  dass dem afrikanischen »Polizisten-Opfer« aus Heidelberg noch mal eine Sondersendung im Fernsehen (etwa ein ARD-Brennpunkt) gewidmet wird. Den werden die beim Giftgansangriff verletzten 47 Polizisten natürlich nicht gewidmet bekommen. Die müssen so etwas halt schlucken – warum haben sie auch keinen »anständigen« Beruf erlernt, sondern schützen so altmodische Dinge wie ethische Werte oder gar das Eigentum anderer Menschen.

Hinweis: Wenn der Spiegel doch noch über den Giftgasangriff auf deutsche Polizisten berichtet oder die Polizisten es nur noch nicht entdeckt haben, dann lassen Sie es uns bitte wissen. Die Polizisten werden sich freuen, wenn sie vom ehemaligen Nachrichtenmagazin Der Spiegel nicht nur als potenzielle Täter wahrgenommen werden …

 

Sonntag, 31.05.2009

Kategorie: So lügen Journalisten, Enthüllungen

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