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Nahrungsmittelallergien bei Kleinkindern drastisch gestiegen

Andreas von Rétyi

In den vergangenen zehn Jahren haben Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel bei Kindern sehr deutlich zugenommen.

Laut einer jüngst bekannt gewordenen US-Studie werden allergische Reaktionen nicht nur immer häufiger, sondern auch bei immer jüngeren Patienten festgestellt. Die wissenschaftliche Untersuchung bezieht sich vor allem auf gesundheitliche Probleme bei der Aufnahme von erdnusshaltigen Nahrungsmitteln. Das Durchschnittsalter, bei dem erste allergische Reaktionen auftreten, ist in der letzten Dekade von 21 Monaten auf 14 Monate abgesunken. Zudem habe sich die Zahl der erkrankten Kinder in den vergangenen fünf bis zehn Jahren verdoppelt. Die Gründe hierfür sind nach Angaben von Fachleuten noch ungeklärt. Einige glauben, das Immunsystem lasse in der immer hygienischeren Umwelt nach, andere wiederum sind der Ansicht, allein die größere Aufmerksamkeit der Eltern hinsichtlich möglicher Allergien spiegele sich in der Entwicklung wieder. Doch kaum eine Erklärung wirkt auch nur annähernd überzeugend.

 

Das Problem ist in keineswegs geringfügig, da die Reaktionen teils in lebensbedrohliche Situationen münden. Wir können wohl davon ausgehen, dass diese Reaktionen bei Kleinkindern „lediglich“ die Spitze des berühmten Eisbergs darstellen. Und wir sollten uns nicht allein fragen, was mit den Kindern los ist, sondern was mit unserer Nahrung geschieht und wie (v)erträglich sie überhaupt noch für uns alle ist.

 

 

 

 

 

Bild: In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien bei Kleinkindern verdoppelt.

 

Montag, 10.12.2007

Kategorie: Allgemeines, Enthüllungen, Wissenschaft

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Donnerstag, 04. Februar 2010


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