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Pharmakonzern zahlt Millionenentschädigung für illegale Menschenversuche

Michael Grandt

Immer wieder kommen Fälle ans Licht der Öffentlichkeit, bei denen unerlaubt Medikamente an Menschen getestet wurden. Auch die Langzeitnebenwirkungen bei der uns bevorstehenden Schweinegrippe-Impfung sind nicht bekannt. Rein theoretisch könnten jedoch über 3.000 Menschen an schweren Nebenwirkungen erkranken.

Pharma-Riese Pfizer hat sich dazu bereit erklärt, 75 Millionen Dollar zur Beilegung einer Sammelklage nigerianischer Eltern zu zahlen. Der Konzern hatte 200 Kinder als Versuchskaninchen für illegale Medikamentenexperimente missbraucht. Das berichtete unlängst der englische Independent.

 

Schwere Nebenwirkungen

Der Fall begann im Jahre 1996, als Pfizer menschliche Testpersonen benötigte, um eine Genehmigung für ein neues Antibiotikum mit dem Namen Trovan von den Behörden zu erhalten. 

Als eine Epidemie von Meningitis, Cholera und Masern in Kano ausbrach, flog ein Forschungsteam des Unternehmens nach Nigeria. Pfizer stellte sein Zelt in der Nähe der medizinischen Station der Organisation Ärzte ohne Grenzen auf und rekrutierte 200 Kinder zur Teilnahme an einem illegalen Medikamententest mit ungeprüften Arzneimitteln.

Die Eltern sagten, ihnen wurde nicht mitgeteilt, dass ihre Kinder als Versuchskaninchen für ein neues Antibiotikum missbraucht wurden, das bei tierexperimentellen Studien zu Schäden, insbesondere an der Leber, geführt hatte.  

Elf der Kinder, die an dem Test teilgenommen hatten, starben. Die Eltern behaupteten, dass sie an Hirnschäden, Organversagen und anderen schweren Nebenwirkungen gelitten hätten.

Der Fall kam ans Tageslicht, als der Pfizer-Forscher Juan Waterspiel an den Geschäftsführer des Pharmaunternehmens schrieb und den Test als »Verstoß gegen ethische Regeln« anprangerte. »Einige der Kinder sind in einem kritischem Zustand und die meisten von ihnen unterernährt«, so Waterspiel weiter. »Mindestens ein Kind starb nach einer einzigen oralen Dosis.«

Die nigerianische Regierung reichte eine Sammelklage gegen Pfizer ein. Das Unternehmen muss außerdem eine Strafverfolgung in Nigeria fürchten, weil ein Gericht Haftbefehle für mehrere Führungskräfte erlassen hatte, nachdem diese nicht zum Prozess erschienen waren.

 

Schweinegrippe-Impfung: Welche Nebenwirkungen?

Kritiker befürchten, dass auch die uns bevorstehende Schweinegrippeimpfung nichts anderes ist, als ein gigantischer Menschenversuch.

Mein Kollege William F. Engdahl hat in seinem Artikel »Rechtliche Immunität für die Hersteller von Schweinegrippe-Impfstoffen« bereits darauf hingewiesen, dass die amerikanische Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius einen Erlass unterzeichnet hat, der den Herstellern von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe vollständige rechtliche Immunität bei allen Strafverfahren garantiert, die im Zusammenhang mit neuen »Schweinegrippe«-Impfstoffen angestrengt werden könnten.

Aber weshalb? – Ganz einfach: Die Regierungen fürchten Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe durch eventuelle Sammelklagen, käme es zu gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen durch die Impfstoffe, die noch nicht ausgetestet worden sind.

So können große Pharmaunternehmen in den USA und Großbritannien nun Impfprodukte auf den Markt bringen, bevor Untersuchungsergebnisse über Nebenwirkungen der Impfstoffe überhaupt bekannt sind.

In Deutschland wird der Impfstoff zur Zeit noch entwickelt und soll im Oktober zur Verfügung stehen. Zwar soll es keine Zwangsimpfungen geben, wie mir die Gesundheitsbehörden mitteilten, aber immerhin ist geplant, dass zunächst 30 Millionen Menschen geimpft werden sollen.

Wie aber will man Langzeitnebenwirkungen erkennen, wenn der neue Impfstoff gleich nach seiner Entwicklung an der hysterisierten Bevölkerung getestet wird?  

 

Bis zu 3.000 Menschen, die an schweren Nebenwirkungen erkranken können

Allerdings gibt es genaue Erkenntnisse über die Nebenwirkungen einer normalen Grippeschutzimpfung:

– Fieber

– Unwohlsein

– Lähmungen

– Krampfanfälle

– Hirnhaut-Entzündungen

Diese können, so Fachleute, bei einer von 10.000 Impfungen auftreten. Werden also 30 Millionen Menschen geimpft, ist die rechnerische Wahrscheinlichkeit groß, dass etwa

3.000 Menschen an diesen schweren Nebenwirkungen erkranken werden. Wie schon gesagt: Das sind die Nebenwirkungen der normalen Grippeschutzimpfung, die wir kennen. Die einer Schweinegrippe-Impfung kennen wir (noch) nicht.

 

Samstag, 01.08.2009

Kategorie: Enthüllungen, Wissenschaft, Wirtschaft & Finanzen

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