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Rechtsradikale verleumden Bestsellerautor Udo Ulfkotte

Redaktion

Der Sachbuchautor Udo Ulfkotte ist nicht unumstritten. Linksradikale behaupten, er sei ein »Rechtsradikaler«. Und Rechtsradikale behaupten, er sei ein »Linker«. Den Autor hat das nie gestört – wer so angegriffen wird, der steht halt in der Mitte zwischen zwei Fronten. Doch die Rechtsradikalen legen nun nach und erfinden Märchen, die sich leicht widerlegen lassen. Dennoch werden sie von den rechten Recken tapfer weiter im Internet verbreitet und mit Karikaturen garniert.

Sachbuchautor Udo Ulfkotte (Vorsicht Bürgerkrieg) hat nicht nur Freunde. Man kann mit den Ausführungen in seinen Bücher übereinstimmen oder auch nicht, hilfreich bei Diskussionen sind sie allemal. Der letzte Satz seines schon nach zwei Wochen auf Platz 20 der Focus-Sachbuch-Bestsellerliste und auf Platz 33 der Spiegel Bestsellerliste stehenden neuen Top-Titels Vorsicht Bürgerkrieg scheint derzeit vor allem Rechtsradikale zur Weißglut zu treiben. Immerhin distanziert Ulfkotte sich dort deutlich von einer Organisation, die er einst selbst gegründet hatte. Da heißt es bei Ulfkotte: »Der Autor legt Wert auf die Feststellung, dass er die 2007 von ihm gegründete, einst gemeinnützige islamkritische Organisation Pax Europa e. V. im November 2008 nach von ihm subjektiv als rechtsextremistisch und volksverhetzend empfundenen Aktionen des Vorstands, von denen er zum Tatzeitpunkt keine Kenntnis hatte, verlassen hat. Der Autor hat mit dieser Organisation nichts mehr zu tun und distanziert sich ausdrücklich von den jetzt dort Handelnden.«

So weit, so gut. Man hätte das frühere Engagement Ulfkottes bei dem inzwischen weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwundenen Verein damit bewenden lassen können. Denn jeder kann in renommierten Quellen frei nachlesen, warum Ulfkotte seinem eigenen Verein den Rücken kehrte. Im Dezember 2008 schreib dazu auch die Tageszeitung Welt: »Die islamkritische Bewegung Pax Europa droht sich weiter zu radikalisieren. Nun hat auch der Publizist Udo Ulfkotte, der Pax Europa 2006 gegründet hatte, die Bewegung wegen ihres ›zunehmend extremistischen Kurses‹ verlassen.« Und in einem Kommentar hieß es zeitgleich: »Dem islamkritischen Publizisten Udo Ulfkotte widerfuhr nun eine Ausgrenzung anderer Art. Die von ihm gegründete islamkritische Bewegung Pax Europa 2006 radikalisierte sich rechtslastig, sodass er sich gezwungen sah auszutreten.«

Doch Rechtsradikale scheinen den Austritt von Ulfkotte einfach nicht verwinden zu können. Sie schüren nun immer lautstärker eine Kampagne, in der behauptet wird, der Autor Ulfkotte habe sich bei oder vor seinem Ausscheiden aus dem zu jenem Zeitpunkt gemeinnützigen Verein noch durch einen Griff in die Kasse bereichert oder aber finanzielle Unregelmäßigkeiten betrieben. So behauptet ein Rechter etwa in seinem Blog in diesen Tagen: »Ulfkotte trat nämlich erst buchstäblich in letzter Minute vor seinem dann mit großer Mehrheit erfolgten Ausschluss wegen vereinsschädigenden Verhaltens aus dem von ihm einst gegründeten Verein aus, wobei subjektiv so empfundene Lügen und finanzielle Unregelmäßigkeiten den Ausschlag für diesen Rauswurf einer einstigen Lichtgestalt gegeben hatten.«

Zugleich stehen auf immer mehr anderen Webseiten »Karikaturen«, die den Autor Ulfkotte als Attentäter und als Geld-Dieb darstellen (siehe Bilder). Und in einschlägigen Foren gibt es inzwischen gar Aufrufe von Rechten, den »Volksverräter« Ulfkotte zu hängen.

Vielleicht sollten jene Rechtsradikalen, die die Verleumdungskampagne mit Hinweisen auf angebliche »finanzielle Unregelmäßigkeiten« oder einem »Griff in die Kasse« munter weiter schüren, einmal beim aktiven Vorstand des Vereins Pax Europa, Willi Schwend, nachfragen. Der hatte nämlich, nachdem das rechtsgerichtete und wegen Volksverhetzung ins Visier der Ermittler geratene Pax-Europa-Vereinmitglied G. bei der Tageszeitung Welt ebenfalls über einen angeblichen »Griff in die Kasse« durch Ulfkotte berichtet hatte, eine schriftliche Stellungnahme an Autor Ulfkotte verfasst, in der es heißt:

»Lieber Udo, ich hoffe, dass wir dieses Problem auch in den Griff bekommen. Mails oder Briefe an Medien schreiben, Foren bedienen und Hass ausschütten schadet Dir, aber auch uns. Offensichtlich sehen das nicht alle Leute. Ich kann Dir nur nochmals versichern, alle Vorstände werden versuchen zu verhindern, dass Mitglieder und Trittbrettfahrer weitere Aktionen machen werden. Dies kann vermutlich nur dann gelingen, wenn wir gemeinsam die Sache angehen.
Wir sollten uns vorerst auf 3 Dinge konzentrieren: 1) Erklärung des BPE: Kein Griff in die Kasse … Unstimmigkeiten im Umgang mit Vereinsvermögen sind ausgeräumt … etc. (…)«

Und in einem weiteren Schreiben des Vereinsvorsitzenden Schwend an Ulfkotte heißt es: »In der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Würzburg wurde von keinem der Vorstandskollegen, auch nicht vom Schatzmeister Gerhard Lipp behauptet, dass Du Vereinsvermögen veruntreust oder unterschlagen hättest. (…) In der anschließenden Diskussion wurden in einzelnen Rednerbeiträgen indirekt Vorwürfe laut, die Du nunmehr auf den Vorstand beziehst. Der Vorstand stellt eindeutig klar, dass er sich insoweit von den entsprechenden Rednerbeiträgen distanziert und diese sich nicht zu eigen macht.«

Zudem hat die unabhängige Freiburger Wirtschaftsprüfungskanzlei Dr. Dobler & Partner die Bücher für die Zeit der Vorstandstätigkeit des Udo Ulfkotte beim Verein Pax Europa geprüft – und keine Beanstandungen gehabt. Die Kassenprüfer des Vereins haben ebenfalls eine Prüfung durchgeführt – und keine Beanstandungen gehabt. Und die Mitglieder haben den früheren Vorstand Ulfkotte auf der Mitgliederversammlung entlastet.

Ulfkotte wollte und will mit Rechtsradikalen nichts zu tun haben. Und das können manche von ihnen offenkundig nicht verwinden. Deshalb schüren einige Rechtsradikale weiterhin tumb die abstrusen und diffusen Vorwürfe.

Irgendwie scheinen sich die rundum erfolgten Entlastungen auch unter den Mitgliedern des inzwischen mehr und mehr umstrittenen Vereins Pax Europa noch nicht herumgesprochen zu haben. Wahrscheinlich hat der Pax-Europa-Vorstand ja auch bis heute nicht – wie zunächst angekündigt – seine Mitglieder darüber unterrichtet, dass es den unterstellten Griff ín die Kasse nie gegeben hat, um so die Wogen zu glätten. Stattdessen schüttet ein rechtsgerichteter obskurer Pax-Europa-Freundeskreis munter immer mehr Öl ins Feuer und zündelt. So dürfte es wohl nicht lange dauern, bis auch deutsche Jorunalisten die im Internet verbreiteten Verleumdungen in ihre Berichterstattung übernehmen. Dann weiß man wieder einmal: so entstehen Zeitungsenten.  

 

Sonntag, 19.07.2009

Kategorie: Allgemeines

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