Schweiz: Geschwindigkeitskontrollen für Skifahrer
Ski-Fahren wird zunehmend gefährlich - und in der Schweiz werden die ersten Blitzer für Ski-Fahrer installiert. Wer schneller als 30 Km/h den Berg hinunter rast, riskiert geblitzt zu werden - doch woher soll der Tourist am Alpenhang seine tatsächliche Geschwindigkeit kennen ... ?
Auf Schweizer Skipisten wird immer mehr gerast. Mit schlimmen Folgen. Immer öfter müssen die Touristen ins Spital. Mit Tempomessungen will man jetzt dagegen steuern. Die Skiausrüstung wird immer besser, und so werden die Skifahrer immer schneller. Die Skifahrer werden aber nicht immer besser. Und das geht ins Auge.

Ein Problem ist, dass viele Pistenraser gar nicht wissen, wie schnell sie tatsächlich unterwegs sind. Das soll nicht so weitergehen.
Von diesem Wochenende an startet man eine Kampagne im Schweizerischen Andermatt. Mit Tempomessungen auf den Pisten will man die Skifahrer aufklären. Die Schweizer Skipisten sollen sicherer werden. Snow-Patrols sorgen für Ordnung. In anderen Skigebieten können Schneesportler – bislang noch freiwillig – in die Radarfalle rasen oder ihren Bremsweg bestimmen lassen.
«In Extremsituationen dürfen sie auch Skipässe entziehen», sagt Armon Cantieni, Direktor der Gstaad Mountain Rides. «Vielleicht bauen wir unser Team für die nächste Saison sogar aus», sagt er.
Zudem gibt es in Gstaad drei Talabfahrten mit Tempo-30-Zonen. Dort ist die Kollisionsgefahr grösser, weil auch Schlittenfahrer unterwegs sind. In anderen Skigebieten Europas wird das alles aufmerksam verfolgt. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass es an manchen Hängen bald schon die ersten fest installierten Blitzer geben wird. Das Problem: Wie soll man einem anonymen Skifahrer später ein Bußgeld abverlangen, wenn er kein Kennzeichen hat...
Sonntag, 06.01.2008
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