Superjets – Auf Testflug über Australien
Gegenwärtig tut sich so einiges am klaren Himmel über der einsamen australischen Wildnis. Denn im Rahmen einer gemeinsamen Forschungsoperation testen amerikanische und australische Militärwissenschaftler neue Hyperschall-Technologie.
Es ist wie mit Blitz und Donner. Wenn’s tüchtig kracht und grollt, ist das Leuchten längst vorüber. So auch derzeit über Australien, wenn Blitz und Donner allerdings aus heiterem Himmel fahren. Nur mit viel Glück kann man etwas sehen, und sobald die Erde erzittert und die Atmosphäre von ohrenbetäubendem Lärm zerrissen wird, hat sich der Verursacher scheinbar wirklich in Schall und Rauch aufgelöst. Die unbekannten Flugobjekte, die gegenwärtig über die Einsamkeit hinwegziehen, eilen dem Schall mindestens ums Fünffache voraus – zählen sie doch zur Gattung der Hyperschall-Jets.
Laut offizieller Aussage sind die ersten Tests bereits erfolgreich verlaufen. Insgesamt zehn Versuche werden auf dem australischen Woomera-Testgelände durchgeführt, so der Minister für Verteidigungsforschung Warren Snowdon. Zunächst ging es dabei vor allem um die Flug- und Missionskontrollsysteme, wie sie auch bei künftigen Experimenten zum Einsatz kommen werden.
Das eigentliche Testflugzeug wurde per Rakete ins All befördert, um dann beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu erkunden, wie sich die Technologie bei Hyperschallflug verhält. Die Steuerung im Weltraum und damit auch die Lageregelung für den Wiedereintritt übernehmen dabei Stickstoff-Ventile. Der Name des Programms ist vielsagend: HIFiRE (Hypersonic International Flight Research Experimentation). Die Technologie soll in nicht zu ferner Zukunft zum Einsatz gebracht werden, um interkontinentale Reisen wesentlich zu verkürzen. Snowdon spricht von einem Dimensionssprung und hebt sowohl die strategische als auch wirtschaftliche Bedeutung für Australien hervor. Schon 2007 gab es vergleichbare Tests. Das australische Verteidigungsministerium erklärte, dass sich die Flugzeit zwischen Sydney und London – Distanz 17.000 Kilometer – dabei auf rund zwei Stunden abkürzen ließ.
Alles schön und gut, nur wie neu ist diese Technologie wirklich? Seit vielen Jahren schon laufen Schwarze Projekte in der gleichen Richtung, die allerdings noch utopischere Zielsetzungen anstreben. Vieles blieb über die Jahre im Dunkel der Geheimhaltung, auch das mysteriöse »Programm 100« von General Dynamics. Zu Senior Citizen, gelegentlich als »Programm-Element« 0603443F angesprochen, drang hingegen doch so einiges nach außen. Populärer unter dem Namen Aurora, beinhaltet das Projekt die Entwicklung hyperschneller Prototypen.
Verschiedene unabhängige Zeugen aus militärischen Kreisen haben mir gegenüber geäußert, dass das System bereits auf diversen US-Basen stationiert ist. Militärisch-wissenschaftliche Zirkel ließen ferner durchsickern, dass Aurora schon seit vielen Jahren tatsächlich funktioniert, und zwar genau nach dem vom Flugzeugexperten Bill Sweetman beschriebenen Pulsantrieb. Andere US-Militärangehörige beschrieben mir, verständlicherweise unter der Hand, ihre persönlichen »Begegnungen« mit Aurora, unter anderem auch bei einem nächtlichen Wiederauftankmanöver in der Luft. Und ich selbst wurde Zeuge einer Testoperation mit dem geheimen Jet Bright Star als potenzielle Startplattform für Aurora. Dies alles ist bereits viele Jahre her.
Wir können also in der üblichen Manier davon ausgehen, dass die nun an die Öffentlichkeit gebrachten australischen Tests von Superflugzeugen im Grunde nichts als ein schwacher Abglanz der tatsächlich existenten Technologien sind. Alles demnach nichts als Augenwischerei, nicht zuletzt gegenüber Australien. Vergessen wir auch nicht, was Ben Rich, ehedem Chef der streng geheimen Lockheed-Entwicklungsabteilung Skunk Works kurz vor seinem Tod telefonisch gegenüber dem amerikanischen Autor Jim Goodall sagte. Er sprach hinsichtlich der neuen Technologie nämlich von zwölffacher Schallgeschwindigkeit. Interessant vielleicht auch deshalb, weil der bekannte Hacker Matthew Bevan (»Kuji«) bei seiner Suche nach Informationen über außerirdische Technologie und einem virtuellen Einbruch in die Datenbanken der Wright-Patterson-Luftwaffenbasis ebenfalls vor Jahren schon auf ähnliche Zahlen stieß. Hinter den Kulissen tut sich eben oft sehr viel mehr als vorne auf der Bühne!
Donnerstag, 04.06.2009
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