US-amerikanische Einlagensicherung bankrott!
Am Dienstag-Nachmittag, den 24. November, war es auf den ersten Insiderwebseiten zu lesen: Die Einlagensicherung der amerikanischen Banken ist bankrott. Laut Bilanz schloss die Institution das dritte Quartal mit einem Minus von 8,2 Milliarden Dollar ab. Natürlich wird nun der Staat für die Bankguthaben geradestehen, heißt es.
»That's broke. Bankrupt. Kaput. Gone. Poof. Dead. Rotting. A corpse.«
(»Das heißt Pleite. Bankrott. Kaputt. Dahin. Puff. Verrottet. Eine Leiche.«)
The Market Ticker
Allerdings gibt es keine rechtsverbindliche Garantie hierfür. Genau wie in Deutschland Merkels »Staatsgarantie« aus dem Herbst letzten Jahres für die Einlagen der Sparer ist die Resolution des Kongresses nicht mehr und nicht weniger als eine vielleicht durchaus ernstgemeinte Absichtserklärung.
Natürlich wird die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) auch weiterhin die Verluste der Kunden zusammengebrochener Banken auffangen. Andernfalls stünde eine zweite amerikanische Revolution samt Regierungsumsturz direkt vor der Haustür. Wenn es irgendetwas gibt, was Oma nach der Schrotflinte greifen lässt, dann das, wenn sie um ihre Lebensersparnisse betrogen wird. Insbesondere nachdem die Regierung seit Jahrzehnten – und besonders in der letzten Zeit – das Mantra herauf- und herunterbetet, dass die Sparguthaben absolut ganz und gar sicher seien und niemand jemals und nie auch nur einen Penny verliert und verlieren wird.

Die Regierung kann und darf sich auf keinen Fall leisten, dass der kleine Mann auf der Straße seine Bankguthaben verliert. Geld dafür ist eigentlich keins mehr da, aber keine Sorge – nun sollen weitere Rücklagen mobilisiert werden. Wenn die aufgebraucht sind, würden alles Weitere die Herren der Druckmaschinen richten (müssen). Das könnte leider durchaus der Fall sein, denn die Zahl der Problembanken ist durch die 124 bisherigen Bankzusammenbrüche nicht »abgearbeitet« worden, sondern hat sich im Gegenteil im letzten Vierteljahr von 416 (im Juni) auf 552 (November) erhöht.
Was zwischen den Zeilen dieser Meldung aber auch zum Vorschein kommt, ist die schier unglaubliche Sorglosigkeit, mit der das FDIC über die Tatsache hinweggegangen ist, dass die Banken ihre Assets quasi nach Gutdünken bewertet haben, dass die Bilanzregeln gelockert wurden etc., obwohl es offensichtlich war, dass ungeheure Mengen von »Toxic Assets« und Bilanzschönungen in den Büchern versteckt waren.
Und so schließt The Market Ticker seine Meldung mit den Worten: »Um es mal allgemeinverständlich zu sagen: Eure sogenannte ›Einlagensicherung‹ und die Billionen an Spareinlagen in den Banken sind von demselben Kapital gedeckt, das auch die (pleitegegangene Versicherungsgesellschaft) AIG hatte, um ihre Credit Default Swaps zu decken: einen ›Schafscheiß‹.«
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Quelle:
http://market-ticker.denninger.net/archives/1660-The-FDIC-Is-Broke.html
Mittwoch, 25.11.2009
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