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Wie der deutsche Staat uns schröpft!

Michael Grandt

Nach der Wahl wollen SPD, Grüne und DIE LINKE die Steuern erhöhen. Aber schon jetzt ist beim deutschen Arbeitnehmer im Durchschnitt über die Hälfte des Lohnes weg. Wie sieht das in anderen Ländern aus?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ermittelt, wie Vollzeitbeschäftigte in Deutschland entlohnt werden: Demnach verdienen 10,7 Millionen Menschen zwischen 1.501 und 3.000 Euro, was 50,68 Prozent aller Beschäftigten entspricht.

Nimmt man die unteren Einkommen hinzu, erhalten aber fast zwei Drittel der Deutschen – das sind immerhin 13,5 Millionen Arbeitnehmer – bis maximal 3.500 Euro (brutto) monatlich als Entgelt. Dagegen verdienen 13 Prozent nur bis 1.500 Euro brutto im Monat; das entspricht 2,7 Millionen Arbeitnehmern.

 

Neiddebatte der Linken geht ins Leere

8,5 Prozent hingegen verdienen über 5.000 Euro brutto im Monat und nur 0,6 Prozent erhalten zwischen 9.500 und mehr als 10.000 Euro Bruttogehalt, das sind gerade einmal 116.000 Beschäftigte. Die Neiddebatte der Linken geht somit ins Leere.

 

Der deutsche Arbeitnehmer wird ohne Rücksicht zur Kasse gebeten 

Viele haben es bereits geahnt bzw. sehen es auf ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung, aber nun ist es Gewissheit: Nach einer Untersuchung der OECD ist Deutschland weltweit an zweiter Stelle, was das »Schröpfen« von Arbeitnehmern anbelangt.

Nur in Belgien wird der Arbeitnehmer noch stärker zur Kasse gebeten. Die Schweiz, Japan und die USA gönnen ihren Berufstätigen rund 25 Prozent weniger Abgaben- und Steuerlast als das bei den deutschen Kollegen der Fall!

Im Einzelnen sieht das so aus (Angabe in Prozent der Arbeitskosten eines alleinstehenden Durchschnittsverdieners ohne Kind; EKS = Einkommensteuer, SA = Sozialabgaben):

 

Land                             EKS                 SA                   Gesamt

 


Belgien                         21,3                 34,0                 55,3   

Deutschland                17,5                35,0                 52,5 

Frankreich                    10,9                 39,2                 50,1 

Österreich                    11,5                 36,6                 48,1 

Schweden                    18,2                 29,7                 47,9 

Italien                          13,9                 31,3                 45,2 

Niederlande                 11,7                 32,7                 44,4 

Dänemark                    30,1                 11,2                 41,3 

Spanien                       10,8                 28,3                 39,1 

Großbritannien             15,9                 18,0                 33,9 

Schweiz                        9,8                   20,0                 29,8 

USA                              14,6                 14,4                 29,0 

Japan                           6,4                   22,4                 28,8 


 

Sollte nach einem Sieg des linken politischen Spektrums am 27. September das Schröpfen der Arbeitnehmer, sprich der Leistungsträger unseres Sozialstaates, wie von ihnen angekündigt, weitergehen, könnten noch mehr Menschen in andere Länder auswandern. Steuerlich lohnend ist das auf jeden Fall. Jetzt schon verlassen uns jährlich mehr als 150.000 Menschen – und daran ist nicht nur das schlechte Wetter schuld.

 

Foto: brigitta.klotz(AT)web.de

 

Donnerstag, 17.09.2009

Kategorie: Wirtschaft & Finanzen, Politik

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