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Wird zu Guttenberg zum Gartenzwerg?

Jürgen Elsässer

Deutsche Qualitätsmedien haben Herrn zu Guttenberg zur Größe verholfen. Kaum ein Politiker ist heute so beliebt wie der angeblich so eloquente Franke. Man sieht ihm nach, dass er seinen Lebenslauf reichlich geschönt hat. Und wen interessiert es heute noch, dass er mit deutschen Arbeitsplätzen gezockt hat? In den Geschichtsbüchern werden Historiker eines Tages jedoch wohl nicht umhin können, die Bedeutung des Herrn zu Guttenberg auf das tatsächliche Maß zu schrumpfen. Als Wirtschaftsminister hat er bei Opel jedenfalls voll versagt.

Lange vor der Bundestagswahl – im August 2009 – fiel bei General Motors die Entscheidung, Opel zu behalten. Die Darstellung der Bundesregierung und des umtriebigen Herrn zu Guttenberg, völlig überrascht worden zu sein mit der Entscheidung von GM, ist dementsprechend verlogen. Der frühere Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg hat zwei Wochen vor der Bundestagswahl vielmehr alles unternommen, um die durch den eigentlich längst beschlossenen Magna-Deal gesicherten Arbeitsplätze in deutschen Opel-Werken wieder unsicher zu machen. Zu Guttenberg lieferte General Motors jedenfalls wissentlich eine Steilvorlage, um das Magna-Paket wieder aufzuschnüren. Er ignorierte alle Warnungen aus Brüssel. Am 17. September 2009 – zwölf Tage vor der Bundestagswahl – schrieb zu Guttenberg dem Chef von General Motors, Fritz Henderson. Guttenberg war zuvor vom EU-Industriekommissar Günter Verheugen davor gewarnt worden, den Brief zu schreiben. Denn dieser bot GM die Möglichkeit, die eigentlich längst zugunsten von Magna entschiedene Akte noch einmal zu öffnen. Was war das für ein Brief? Und warum hat Herr Guttenberg mit 10.000 deutschen Arbeitsplätzen gezockt?

 

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Mittwoch, 18.11.2009

Kategorie: Enthüllungen, Wirtschaft & Finanzen, So lügen Journalisten, Politik

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