Sonntag, 4. Dezember 2016
07.10.2011
 
 

Obama-Apparat versucht, die Protestbewegung »Occupy Wall Street« zu vereinnahmen.

Paul Joseph Watson

Die einflussreiche und meinungsbildende linke Organisation MoveOn.org, eine führende Frontorganisation der Demokratischen Partei in den USA und maßgeblich für den Erfolg Obamas bei den letzten Präsidentschaftswahlen 2008 verantwortlich, versucht derzeit, die Protestbewegung Occupy Wall Street zu übernehmen – was schon eine ziemliche Ironie darstellt, da die Regierung Obama ohne die Rückendeckung der Wall Street niemals an die Macht gekommen wäre.

Nachdem sich MoveOn zunächst an den Protesten nicht direkt beteiligt hatte, »ist damit zu rechnen, dass MoveOn seine umfangreichen regionalen Internet-Netzwerke zur Unterstützung der Kampagne mobilisieren wird«, berichtete das Wirtschafts-Internetportal crain’s new york business.

Die Obama-Unterstützergruppe hatte die Demonstranten zwar bereits über ihre Internetseite

unterstützt, aber dies wäre das erste Mal, dass sich MoveOn aktiv an der Organisation von Veranstaltungen von Occupy Wall Street beteiligt und dort auch mit Mitgliedern präsent sein wird.

Die Scheinheiligkeit dieses Vorgehens, mit dem MoveOn versucht, die Kontrolle über die Protestbewegung, die sich selbst Occupy Wall Street (»Besetzt die Wall Street«) nennt, an sich zu reißen, ist schon atemberaubend. MoveOn.org »hat Barack bei den demokratischen Vorwahlen im Jahr 2008 unterstützt, finanziert und für ihn Wahlkampf betrieben und wurde wahrscheinlich die einflussreichste Lobbygruppe für seine Politik«, urteilt der Internetinformationsdienst SourceWatch, der ein ausführliches Profil von MoveOn vorlegt. Auch der »Philanthrop« und Multimilliardär George Soros hat sich MoveOn gegenüber in den vergangenen Jahren sehr großzügig gezeigt und der Organisation etwa fünf Millionen Dollar zukommen lassen.

Wir haben es hier also mit einer von Soros unterstützten Organisation zu tun, die sich vehement für Obama stark machte, dessen Wahlkampf  2008 von der Wall Street mitfinanziert wurde (allein Goldman Sachs und JP Morgan Chase steuerten zwei Millionen Dollar bei), dessen Wahlkampf für seine Wiederwahl 2012 ebenfalls von der Wall Street gefördert wird und in dessen Kabinett zahlreiche Größen der Wall Street vertreten sind. Diese Organisation will sich nun an den Protesten gegen die Wall Street beteiligen. Es ist an der Zeit, dass die Liberalen den Tatsachen ins Auge sehen und handeln.

Der Protestbewegung, die jetzt dabei ist, sich über das ganze Land auszubreiten, haben sich bisher Vertreter eines breiten weltanschaulichen Spektrums angeschlossen, das von Marxisten bis zu populistischen Kritikern des Federal-Reserve-Systems reicht. Wie wir schon an anderer Stelle dokumentiert haben, droht die Bewegung aber nun von einem linksorientierten Apparat übernommen zu werden, der im Wahljahr 2008 Millionen von Obama-Begeisterten dafür gewann, für diesen Kandidaten, der sich letztlich als Handlanger der Wall Street erwies, zu stimmen.

Eine Meldung, die vor allem auf die Internetseite Drudge Report zurückgeht, unterschlägt die Tatsache, dass es sich bei vielen Teilnehmern der Occupy Wall Street-Proteste  um Obama-Unterstützer handelt, die eine totalitäre Form der staatszentrierten Tyrannei befürworten: Kommunisten, die eine starke Regierung wollen, geben sich als Anarchisten und Linke aus.

Die »Truppen« will MoveOn nun für seine eigene Agenda vereinnahmen und übernehmen, und so die Stimmen derjenigen zum Schweigen bringen, die aktiv versuchen, der Protestbewegung ein ihren Motiven und Visionen entsprechendes Ziel aufzuzeigen, damit sie sich auf die wirklichen Widersacher konzentriert: die tatsächlichen Oligarchen des amerikanischen Finanzsystems.

Es geht Infowars keineswegs darum, die Protestbewegung  Occupy Wall Street als eine Schöpfung linker Strukturen darzustellen und damit die ernstgemeinten Bemühungen der vielen tausend vorwiegend jungen Menschen auf den Straßen zu diskreditieren.

Aber wir weisen darauf hin, dass die wirklichen Drahtzieher alles in ihrer Macht Stehende unternehmen werden, um die Auswirkungen der Proteste gering zu halten, indem man von den tatsächlichen Gründen der Wirtschaftskrise – der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed)  – ablenkt. Michael Moore, einer der Ideologen hinter Occupy Wall Street, und andere haben die Fed sogar noch indirekt gestärkt, weil sie sich weigerten, anzuerkennen, dass die Fed eine größere Gefahr  als die Wall Street darstellt.

Alex Jones hat nun eine Kampagne Occupy the Fed angekündigt – genauere Einzelheiten werden noch folgen –, um auf diese Weise die Proteste der Occupy-Wall-Street-Bewegung auf den eigentlichen Gegner, die Fed, zu konzentrieren. So kann verhindert werden, dass die Proteste von Frontorganisationen der Demokratischen Partei vereinnahmt und manipuliert werden, die selbst zum Wall-Street-Establishment gerechnet werden müssen.

 

 


 

 

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