Sunday, 2. October 2016
19.09.2011
 
 

Beispiel Eva Herman: Wie die Qualitätsmedien sich jetzt selbst abschaffen

Redaktion

Die deutschen Qualitätsmedien befinden sich in einer tiefen Krise: Auflagen und Einschaltquoten stürzen ab, das Anzeigengeschäft ist eingebrochen, Leser und Zuschauer flüchten in Scharen. Woran liegt das? Ist allein das Internet schuld? Keineswegs. Der Hauptgrund ist ein anderer, und der wird immer wichtiger: Unglaubwürdigkeit. Die meisten Mainstreammedien berichten inzwischen an der Meinung ihrer Kunden vorbei. Was viele dabei nicht wissen: Über drei Viertel der bundesdeutschen Journalisten wählen oder denken links-grün. Dementsprechend sind Öffentlichkeitsvertreter des konservativen, verlässlichen Wertesystems out und werden nicht selten mit medial-kollektivem Empörungsgeschrei auf unzulässige Weise diffamiert und schlecht gemacht, während die Bürger meist völlig anderer Meinung sind. Das aktuellste Beispiel der Kopp-Autorin Eva Herman verdeutlicht das wieder einmal auf beeindruckende Weise.

 

Herman hatte vergangene Woche einen offenen Brief an Bundesfamilienministerin Schröder geschrieben. Diese war nach zehn Wochen Mutterschaftsurlaub an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Die Autorin weist Schröder auf ihre Verantwortung als Familienministerin hin. Sie sei für Millionen Menschen ein Vorbild und favorisiere, und das sei vor allem beruflich gemeint, den Krippenausbau in Deutschland und das frühe Weggeben der Kleinstkinder in Fremdbetreuung.

Herman fragt Schröder, ob sie schon je einmal ein Buch über die notwendige Bindungsforschung in die Hand genommen habe und richtet einen großen Teil ihres Briefes auf die negativen Ergebnisse früher Fremdbetreuung.

 

So weit, so gut. Einige sogenannte Qualitätsmedien wie Welt Online oder Focus Online bemächtigten sich des Themas am Woche denn auch auf althergebrachte Weise: Diffamierung, Hetze, künstliche Empörung, schlechter Journalismus. Bei Welt Online ist von einem »bizarren Wut-Brief« die Rede. Der Kopp Verlag wird als »umstritten« bezeichnet. Dann werden einige unzusammenhängende Passagen herausgepickt und in entsprechend vorwurfsvollem Ton eingeleitet. Eine sachliche Auseinandersetzung gibt es nirgendwo. Gegenargumente auch nicht. Recherchen zum Thema: glatte Fehlanzeige. In der Journalistenschule gäbe es für diesen Artikel, den Sarah Maria Brech geschrieben hat, ein glattes »Mangelhaft«.

 

Es wird übrigens auch nicht darüber berichtet, dass Eva Herman selbst ein Jahr bei der Tagesschau ausgesetzt hatte, nachdem ihr Kind 1997 geboren wurde. Sondern es wird ihr vorgehalten, sie habe gerade das nicht getan. Und weil es gänzlich an einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem für die Gesellschaft mehr als relevantem Thema fehlt, rettet sich die Welt-Autorin Sarah Maria Brech am Ende in die üblichen Plattitüden: Zudem wurden immer wieder bizarre Äußerungen bekannt: So geriet sie wegen Äußerungen zum Nationalsozialismus in die Kritik und flog sogar aus der Sendung Johannes B. Kerner.

Man darf annehmen, dass die Autorin Sarah Maria Brech nicht einem werteorientierten Weltbild anhängt, sonst wäre dieser Artikel sicher anders ausgefallen. Dann nämlich hätte sich Sarah Maria Brech vorher einmal schlau gemacht und nicht einfach denkträge von anderen Links-Grünen abgedacht bzw. abgeschrieben: Krippe ist modern und deswegen gut, hingegen ist die Erziehung kleiner Kinder durch ihre Mütter altmodisch und passé. Eine fatale Oberflächlichkeit, die die Deutschen ja jetzt schon in ihren Auswirkungen einer zunehmend orientierungslosen und bildungsunfreundlichen Jugend erleben. Doch diese Zusammenhänge scheinen nur wenige erkennen zu können und zu wollen: Man könnte glatt von vorsätzlicher Blindheit und vom Unwillen deutscher »Qualitätsjournalisten« sprechen.

Die Bindungsforschung bzw. Bindungstheorie des einstigen Begründers John Bowlby, den Eva Herman in dem Schröder-Brief ebenso nennt, beschreibt all die Defizite fremdbetreuter Kinder. Und diese ist nicht etwa eine umstrittene Wissenschaft. Sondern sie ist weltweit anerkannt und warnt ausdrücklich vor den Folgen für die Kinder, für die folgenden Generationen, für ganze Gesellschaften. Doch das alles scheint Autoren wie Sarah Maria Brech nicht weiter zu interessieren. Denn es passt nicht in ihr offenbar links-grünes Weltbild.

Auch Focus Online verfuhr ähnlich wie Welt Online: Das Portal bezeichnete Hermans offenen Brief an Kristina Schröder als »Brandbrief«. Hatte Herman noch vor drei Wochen selbst einen Artikel im Focus über die Frauenquote veröffentlicht, wurde sie jetzt heftig angegriffen. Die Welt-Online-Bezeichnung »bizarrer Brief« wird von der/dem ungenannten Autor/in im Text gleich mit übernommen. Offenbar ist der Begriff »krude«, der bislang gerne für Herman von den meisten Medien verwendet wurde, nach der Sarrazin-Medien-Hetz-Jagd etwas abgegriffen.

Es dürfte sowohl in der Welt- als auch in der Focus-Redaktion übrigens eventuell für einige Überraschungen gesorgt haben, was dann kam: In den vielen Kommentaren stand es eindeutig 10:1 für Eva Herman. Ein überwältigender Teil der Leser gab den Thesen Hermans Recht. Hier einige Auszüge:

 

Tja 2 schreibt: Recht hat Frau Hermann. Meine Mutter ist auch nach einem halben Jahr wieder arbeiten gegangen. Mutter war dann für mich meine Großmutter, die war immer für mich da … (Welt Online)

 

Zohar: Eva Herman spricht aus den Herzen aller reifen, warmherzigen kinderlieben und verantwortungsvollen Menschen. Meine Hochachtung vor Eva Herman! (Focus-Online)

 

RichardBonn: So sehr ich Schröder, im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, auch schätze, aber in diesem Punkt ist Eva Herman zuzustimmen. Die Forcierung des Krippenausbaus in Deutschland durch die Bundesregierung auf dem Rücken der gesunden Entwicklung unserer Jüngsten gemahnt an die sozialistische Familienpolitik der untergegangenen DDR … (Focus Online)

 

Alive 5:  Kristina Schröder kann sich eine Supernanny als Mutterersatz für ihr Kind leisten. Und wenn das Kind größer ist, kann es Mutti in den Nachrichten oder in der Zeitung sehen. Kinder brauchen vor allem eins. Viel Zeit und Liebe. Aber Karriere ist wichtiger als Kinder … (Welt Online)

 

Meinungsfreiheit 1: Ich vermute mal, die meisten derjenigen, die hier so herumkeifen, haben sich selbst nie um ihre Kinder gekümmert … (Welt Online)

Gloria In Excelsis Deo 1: Also wenn man sich über DIE WELT so informiert, wird sie immer als »bürgerlich-konservativ« bezeichnet, aber was Frau Brech hier veröffentlicht, ist von der selbstgerechten und verhöhnenden Kommentierung her nicht mehr als das feministische Emanzen-Gequatsche bei der taz. Im Übrigen muss ich Frau Herman vollinhaltlich recht geben und finde es ausgesprochen klasse, dass sie hier mal wieder Flagge zeigt … (Welt Online)

 

 

Schlussbemerkung:

Es ist anzunehmen, dass die Flut von Zuschriften, die Eva Hermans Thesen unterstützen, bei den Verlagen nicht unbeobachtet bleiben wird. Welt Online hatte nach dem 212. Kommentar kurzerhand die Kommentarfunktion deaktiviert.  Und die Bürger haben damit Flagge gezeigt: Sie machen deutlich: Mit uns könnt ihr das nicht mehr machen.

Das ist der einzige Weg, den sogenannten »Qualitätsjournalisten« ihr Handwerk zu legen, ihre »krude« und »bizarre« Berichterstattung zu unterbinden.

Solange Zeitungsleser und Fernsehzuschauer jedoch weiter ihr Abonnement bzw. ihre Gebühren klaglos einbezahlen, wird sich nichts ändern. Die Leserreaktionen auf Hermans offenen Brief an die Familienministerin waren ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wie es sich auch schon bei Thilo Sarrazin gezeigt hatte: Wir sind das Volk!

Die »Qualitätsjournalisten« sollten sich nicht mehr allzu sicher fühlen auf ihren wackeligen Redaktionsstühlen. Die Menschen im Land passen besser auf, als diese es glauben und es sich wünschen mögen.

 

 


 

 

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