Thursday, 26. May 2016
23.07.2011
 
 

Oslo: Biobauer sprengt Regierungsviertel in die Luft

Udo Ulfkotte

Unmittelbar nach den Attentaten in Norwegen haben »Experten« uns in allen Medien mitgeteilt, warum die Attentäter nur aus dem islamistischen Milieu stammen können. In der ARD gab es eine Sondersendung, wo der ARD-Terrorexperte diese »Erkenntnis« verkündete. Nicht anders äußerte sich das ZDF. Und auch der Spiegel verbreitete diese angebliche Erkenntnis. In Wahrheit war alles ganz anders. Den Experten hätte schon bei den ersten Meldungen vom Massaker auffallen müssen, dass der Attentäter laut Augenzeugen eine kugelsichere Weste trug.

Der Täter war bei der norwegischen Polizei seit langem bekannt: Der am 13. Februar 1979 geborene Norweger Anders Behring Breivik. Er hatte das blutige Attentat mehrfach im Internet angekündigt (zuletzt 6 Stunden vor der Explosion der Autobombe). Er veröffentlichte lange vor dem Attentat Anleitungen zum Bombenbau im Internet. Und er veröffentlichte Hinweise, wie man am besten möglicht viele Menschen tötet, indem man den Überraschungseffekt nutzt. Er wusste, dass die norwegische Polizei ihm wegen dieses Überraschungseffekts und aus Verwirrung viel Zeit für ein Massaker lassen würde - 90 Minuten.

Der Mann mit den blonden Haaren hatte sich als Polizist verkleidet und richtete auf der Insel Utoya ein blutiges Massaker an, nachdem er zuvor in Oslo eine Autobombe deponiert hatte. Breivik, der als extrem nationalistischer Extremist aktenkundig war und vom Inlandsgeheimdienst sporadisch überwacht wurde, hatte ganz legal eine 9 mm-Pistole (Hersteller: Glock), eine Schrotflinte und eine Pumpgun. Alle Waffen waren auf seinen Namen registriert. Im Juni 2011 zog er in das westlich von Oslo gelegene Dorf Rena (2.009 Einwohner). Dort hatte er seit Mai 2009  einen kleinen Bio-Bauernhof und eine kleine Briefkastenfirma (»Breivik-Geofarm«). Die Behörden hätten eigentlich misstrauisch werden müssen. Denn er kaufte unter der Tarnung von »Breivik-Geofarm« große Mengen von Düngemitteln (in einem Fall allein im Mai 2011 sechs Tonnen), aus denen auch Laien mit Hilfe von Anleitungen aus dem Internet leicht große Mengen Sprengstoff herstellen können.

Anders Behring Breivik, ein Absolvent des Osloer Handelsgymnasiums, traf sich auf seiner kleinen Bio-Farm in den vergangenen Wochen auch immer wieder mit Freunden, die ihn außerhalb des Dorfes bei Schießübungen begleiteten. Das war auch der Polizei bekannt. Auf seiner inzwischen gesperrten Facebook-Seite gab er als Hobbys »Killerspiele« an, etwa »Modern Warfare 2«. Er nannte sich dort einen »konservativen Christen«, lobte Winston Churchill für seinen Widerstand gegen die Nazis und verehrte den gegen die Nazis aktiven norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Er war ein Fan des Buches »1984« von George Orwell. Und er war früher bei den Freimaurern aktiv und ist ein aktives Mitglied im Tempelritter-Orden.

Es war ausgerechnet ein gut integrierter skandinavischer Muslim, der tiefen Eindruck auf Anders Behring Breivik machte und Breivik in seiner anti-islamischen Haltung bestärkte: Der 65 Jahre alte schwedische Imam Ali Ibrahim - er stammt ursprünglich aus Ägypten - ist der einzige vom Staat bezahlte Imam in Schweden. Imam Ali Ibrahim sprach ganz offen in norwegischen Zeitungen über die wachsenden Probleme mit Muslimen in Skandinavien. Er sagte in Norwegen immer wieder, er wolle nicht, dass Norwegen dem schwedischen Weg folge. Der in Schweden lebende Muslim Ali Ibrahim hat Angst davor, dass Oslo bald so aussieht wie Stockholm, wo in manchen Stadtteilen 90 Prozent der Einwohner nichtschwedischen Ursprungs sind und mehr als die Hälfte der zugewanderten Einwohner keine Arbeit haben. Bei Anders Behring Breivik fielen solche Warnungen auf fruchtbaren Boden. Der Nationalist bekundete immer wieder, er verstehe nicht, warum es keinen Aufschrei gebe, wenn Muslime die norwegische Flagge verbrannten (etwa nach den auch in norwegischen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen).

Breivik hatte auch in Oslo ein Zimmer, das wenige Minuten nach seiner Festnahme von Sicherheitskräften durchsucht wurde. In islamistischen Internetforen wurden die Nachrichten über eine Explosion im norwegischen Regierungsviertel von Anhängern al Qaidas als »frohe Nachricht« bejubelt. Was die Muslime da noch nicht wussten: Anders Behring Breivik hasst nicht-integrierte radikale Muslime. Er hatte sich das Jugendlager der norwegischen Sozialdemokraten als Ziel ausgesucht, weil die Sozialdemokraten dem Nationalisten zu viele Muslime ins Land ließen.

Das Grauen in Norwegen sollte uns aufhorchen lassen, denn es kam nicht völlig überraschend. Es ist nur ein weiterer deutlicher Beleg für die wachsende Polarisierung und Radikalisierung in Europa. Linke gegen Rechte, Religiöse gegen Nichtreligiöse, Arme gegen Reiche - Norwegen wird wohl kein Einzelfall bleiben.

Unterdessen gedeihen - wie nach dem 11. September - schon die ersten Verschwörungstheorien: Selbst eine renommierte Wirtschaftszeitung berichtet, unmittelbar nach der Bombenexplosion in Oslo sei über dem Regierungsviertel ein Ufo gesichtet worden. Irgendwie scheint jede Bombe auch eine Druckwelle in den Köpfen vieler Journalisten zu hinterlassen. Auch der Spiegel steht nun unter Druck. Ein Rechtsanwalt, der sich mit Medien befasst, kritisiert das ehemalige Nachrichtenmagazin ganz offen für dessen Propaganda. Und alle deutschen Medien nennen Anders Behring Breivik nun einen Nazi. Breivik selbst dürfte eher davon überrascht sein. Schließlich verehrte er den gegen die Nazis kämpfenden norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Inzwischen heißt es, der terroristische Biobauer habe möglicherweise ein »pro-israelisches« Motiv gehabt und sich mit seiner barbarischen Aktion gegen die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die norwegischen Sozialdemokraten richten wollen. Ein pro-israelischer Nazi - das wäre ein Novum.

Bei seinem Massaker an den Schülern  auf der Insel Utoya stieß er immer wieder Freudenschreie aus, wenn er Menschen ermordete. Welche Auffassung der Massenmörder auch immer tatsächlich hat, eines ist sicher: Er ist schwer psychisch gestört.

 

 


 

 

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